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| Jonas Registriert seit: 03.06.2006
Beiträge: 331
| ISO-Images von Festplatte booten Ausgehend von diesem Thread ist dieses Tutorial entstanden. Ich werde dir erklären, wie es möglich ist, ISO-Images direkt von einer externen Festplatte oder USB-Stick zu booten, ohne dass man sie auf CDs/DVDs brennen muss. Welche Vorteile dies bietet sollte jedem klar sein:
Um die ISO-Images von der Festplatte zu booten benutzen wir den Bootloader grub4dos Das Tutorial ist unter (Ubuntu) Linux entstanden, Besonderheiten unter Windows oder auch generell ungetestete Aussagen sind rot markiert, da ich sie noch nicht getestet habe. Wer diese Bereiche getestet hat sollte sich bitte hier im Thread oder per PM bei mir melden, damit ich das hinzufügen kann. 1. Vorbereitung oder "Was brauchen wir?" Als erstes brauchen wir eine externe Festplatte oder einen USB-Stick, von der/dem die Isos nachher gestartet werden sollen. Dann benötigen wir noch grub4dos. Die aktuelle Version des Bootloaders gibt es hier (aktuellste Version ist ganz oben - nicht das src-Paket nehmen). Für Windows empfiehlt sich zum installieren des MBR außerdem das Tool grubinst (oberste Version "grubinst-XX-bin-w32-XX.zip"). Beide Archive entpacken und weiter geht's. 2. Datenträger vorbereiten Wir erstellen auf dem Datenträger jetzt zwei Partitionen, eine ganz am Anfang des Datenträgers (ziemlich klein, 32MB reicht volkommen) und eine dahinter (hier kommen die Iso-Images hin - also entweder den Rest der Platte nehmen, oder genug Platz nehmen). Sollen noch andere Sachen auf der Platte gespeichert werden, so erstellt man noch eine dritte Partition. Für das Dateisystem empfiehlt sich FAT32, da man es an (fast) allen Computer/Betriebssystemen beschreiben/lesen kann. Nun müssen wir den Bootloader in den MBR (Master Boot Record) der Platte schreiben. Linux: Dann auf der Konsole in den entpackten Ordner gehen und folgendes ausführen:Windows: Hier kann man das Tool grubinst_gui.exe benutzen, um den Bootloader in den MBR zu kopieren. Man beachte, dass man keine Partition auswählen darf, sondern nur die ganze Platte. (Vergleiche diesen Post, Punkt 3) Nun muss noch die Datei grldr und eine neue Datei menu.lst auf die erste, kleine Partition kopiert werden. Für grundlegende Einstellungen in der menu.lst kann man hier gucken. Der Kopf kann zum Beispiel so aussehen: Code: color blue/green yellow/red white/magenta white/magenta timeout 30 default /default Jetzt kopieren wir die gewünschten Iso-Abbilder auf die zweite Partition. Am besten geschieht dies nacheinander, da man sonst möglicherweise (ungetestet) die in 5. erwähnten Probleme bekommt. 4. menu.lst anpassen Jetzt erstellen wir für jede Iso-Datei einen Eintrag in der menu.lst-Datei, welcher so aussieht: Code: title Dieser Titel erscheint im Bootmenü fallback hier kommt ein Zahl hin (jeder folgende Eintrag hat die Zahl um 1 erhöht) find --set-root /Dateiname (und Pfad) zu Iso-Datei map /Iso-Datei (s.o.) (0xff) || map --mem /Iso-Datei (s.o.) (0xff) map --hook chainloader (0xff) savedefault --wait=2 Wie hier im ersten Absatz zu lesen ist, gibt es Probleme, wenn die Iso-Dateien auf der Festplatte nicht zusammenhängend (also fragmentiert) gespeichert ist. Wenn es beim Versuch eine Iso-Datei zu booten zum "Error 60: File for drive emulation must be in one contiguous disk area" kommt ist die Datei fragmentiert. Unter Windows müsste man das ganze mit einem einfachden Defragmentieren lösen können. Da es unter Linux keine Defragmentierungs-Programme gibt (weil die Linux-Dateisysteme (fast) keine Defragmentierung kennen) ist dies unter Linux natürlich nicht möglich. Aus diesem Grund habe ich zwei Partitionen erstellt. Auf der einen kann man die menu.lst schön editieren, ohne die Iso-Dateien zu stören. Möchte man jetzt ein neues Iso-Image hinzufügen kann man das einfach hinzufügen (ungetestet). Will man jedoch ein Image ersetzen steht man vor dem Problem, dass ein Löschen und neu Hinzufügen einer neuen Version diese neue Version fragmentiert. Also bleibt einem unter Linux keine andere Wahl als die Isos temporär anderswo zu speichern, die Partition zu formatieren und die Isos neu draufzukopieren. Folgende Sachen könn(t)en das umgehen:
Geändert von Jann Hendrik (14.05.2009 um 21:25 Uhr) Grund: auf Wunsch von Artemis geändert |
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