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Nach oben #21 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.12.2004
Ort: Remagen
Beiträge: 4.619
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Harter Tobak. Da muss ich erstmal drüber nachdenken.
Also ich stimme Martin, wie auch Basti zu. Auf der einen Seite kann man sicherlich nicht jeden Kauf unter Berücksichtigung der Unternehmenspolitik des jeweiligen Anbieters abwägen. Auf der anderen Seite könnte man aber bei langfristig geplanten Anschaffungen, wie in meinem konkreten Fall nun auch, zumindest darauf achten, dass man nicht gerade beim "Satan persönlich" zum Kunden wird. Sollte das dann letztlich aufgrund von mangelnden Informationen doch passiert, ist das halt so. Hm, wie gesagt. Ich muss Bastis Schreiben erstmal sacken lassen. |
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Nach oben #22 | ||||||||||
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.12.2004
Ort: Remagen
Beiträge: 4.619
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Soderle, hab nicht viel Zeit, aber hab mal drüber nachgedacht.
Zitat:
Wenn sich da eine Gruppe findet, die etwas dagegen tun möchte, eventuell sogar eine Partei, dann wird sich diese gegen die Übermacht aus Politik und Wirtschaft nicht durchsetzen können. Zitat:
Nun gut, ich bin '82 geboren und war nie so der große Konsument. 2 Jeans in 4 Jahren oder ab und zu mal neue Adidas Samba. Mehr war und ist bei mir standardmäßig nicht drin. Somit bin ich auch nicht derjenige, der das am besten beurteilen kann. Nichtsdestotrotz denke ich, dass z.B. auch die Werbeeinheiten im abendlichen TV von "damals" 3 auf derzeit ca. 8 Minuten gesteigert wurden und das man hier doch recht gut sieht, wie man andauernd der Werbung und somit dem Konsumgut an sich ausgesetzt ist. Equilibrium lässt grüßen. Zitat:
Wenn an der Tür eines Unternehmens steht "für unsere Kleider mussten im Jahr 2006 leider 12 Kinder ihr Leben lassen" würde ich da auch nicht reingehen! Zitat:
Ich stimme dir ja vollkommen zu. Deine Ausführungen unterschreibe ich sofort. Aber dann frage ich dich jetzt ganz konkret: Hast du noch nie Benzin getankt? Nie Strom gekauft? Nie 'ne Blue-Jeans made in Taiwan angehabt? Nie einen "schwedischen"-Schrank aufgebaut? Nie einen Akkuschrauber der Marke Bo... ich komm gerade nicht auf den Namen Was meinste, wo die Sachen hergestellt werden? Weißt du, wie das dort abgeht? Ich will damit nur sagen, dass man sich nicht gegen alles wehren kann, was du aufgezählt hast, weil man sonst selbst hier in Deutschland gar nicht mehr leben kann! (bisschen übertrieben, ich weiß) Das ist genauso wie "schmeiß dein Essen nicht weg, in Afrika hungern Kinder". Zitat:
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Zitat:
Ich erweitere meinen Horizont mit jeder Diskussion! Demnach fühle ich mich von dir nun gar nicht angesprochen! Nunja, ich find deine Einstellung sehr respektabel, finde sie aber für mich und mein Leben nicht umsetzbar. Hoffe, dass ich dir zeigen konnte, dass ich nicht einer von denen bin, die sich gar keine Gedanken um das Leben und Co. machen! Grüße, Ben. |
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Nach oben #23 | ||
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.01.2006
Ort: Kassel
Beiträge: 789
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Hi Ben (und ihr anderen).
Zitat:
Der Punkt ist also nicht der, dass uns die Information (das Schild an der Tür) fehlt, sondern der, ob wir diese überhaupt sehen wollen, wahr haben wollen, glauben wollen, ernst nehmen wollen. Wir müssten ja theoretisch die Konsequenzen tragen, wenn wir die Augen aufmachen. Die Tragik daran ist nur eben, dass sich die Illusion der heilen Welt sich ja längst also solche entpuppt hat, wir also um die Verantwortung des Wissenden nicht mehr umhin kommen, die wundervolle Unwissenheit einfach vorbei ist. Ben, ich bin nicht der heilige St. Bastian, der alles "richtig" macht. Auch ich lebe ja genau in diesem Spannungsfeld, kaufe mir Klamotten bei … und so weiter und so fort. Aber ich setze auch in vielen Bereiche meines Lebens Maßstäbe, die mich natürlich einen guten Teil "Wohlstand" oder "Luxus" kosten - aber eben auf der anderen Seite auch nicht, denn was wäre denn ein größerer Wohlstand, als sagen zu können "ich hab alles mehr oder weniger richtig gemacht". Ich sehe einfach die immensen Ausmaße und scheue von daher auch nicht den Vergleich mit dem Holocaust. Das muß einfach aufhören! Wir müssen uns verändern, wir alle, jeder einzelne von uns. Wäre es nicht fein, wenn China und Indien nicht auch den gleichen Weg einschlagen würden bzw. ihn bis zu dem Punkt gehen würden, an dem wir sind, weil wir inzwischen nachhaltige Konzepte des Lebens entwickelt haben, mit denen wir dennoch den Luxus eines guten Lebens haben? Das hat einfach keine Zukunft, wenn wir nichts verändern. Und das krasse ist ja, dass wir nicht ein klar definiertes Feindbild wie eine Partei oder einen Konzern haben, sondern letztlich eine Art und Weise, wie wir durch die Welt gehen, wie wir denken und handeln. Ein "Gegner", der in uns allen drinnen steckt! (Hierin vor allem hinkt mein Vergleich oben, aber vielleicht auch doch nicht) Aber genau dort ist doch auch die Chance, denn niemand von uns will doch, dass Kinder dazu gezwungen werden, unsere Möbel zu bauen, dass diese oder jene Tierart für immer verschwindet, dass es bei uns bald auch im Sommer Minusgrade haben wird, dass die Leute Amok laufen, weil man ihnen ihre Kultur nimmt usw. Ich denke, es gibt Modelle und Wege, von diesem Trip sanft zu landen. Der Verzicht, den wir leisten müssen, ist doch ein unwesentlicher. Das, was uns wirklich nährt, das finden wir doch ohnehin nicht, wenn wir den Pfaden der Gier, der Ignoranz und Isolation folgen. Was also gibt es zu verlieren? Basti Geändert von Basti (18.09.2007 um 17:32 Uhr). |
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